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Die Monatsbilder Oktober und November
...im "Calendar COLOR COMPENDIUM 2026" (Bild 1-3) © DHW Co. Ltd. 2026
...nach Erich Kästner's 'Die dreizehn Monate' (Bild 4-6) © Eckhard Bendin 2023
WOLFRAM JAENSCH FARBENPIANIST: POLYCHROMIEN
Gemälde aus der Zeit nach 1981
Wolfram Jaensch (*1940) gehört zu jenen Künstlern, die sich über Jahrzehnte hinweg mit den Möglichkeiten einer systematischen Ordnung der Farben auseinandergesetzt haben. In der freundschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Schweizer Künstler Jakob Weder fand er wichtige Anregungen für die Entwicklung seiner eigenen Malerei. Seit den 1980er-Jahren beschäftigte er sich mit der Weiterentwicklung von Weders Farbenklavier und erschloss durch den Einsatz elektronischer Verfahren neue Möglichkeiten, Farben zu bestimmen, zu kombinieren und in ihren Beziehungen zueinander zu untersuchen.
Aus dieser Verbindung von systematischer Farbuntersuchung und künstlerischer Gestaltung entwickelte Jaensch seine Serie der Polychromien. In diesen großformatigen Gemälden ordnet er differenzierte Farbfelder zu komplexen Bildgefügen. Die Farben stehen dabei nicht isoliert nebeneinander, sondern treten miteinander in Beziehung: Sie bilden Reihen und Gruppen, setzen Akzente, erzeugen Kontraste und scheinen sich zugleich über die Bildfläche hinweg zu bewegen. So entsteht ein Wechselspiel zwischen Ordnung und Bewegung, zwischen ruhiger Gliederung und lebendiger Farbigkeit. Mit jeder neuen Polychromie variierte Jaensch diese Beziehungen und entwickelte sie weiter.
„Die Kunst Wolfram Jaenschs hat ästhetisches Neuland betreten und deutet den vorläufigen Höhepunkt eines Bogens an, der von Runge über Fechner, Bezold und Mach, Ostwald, Albers und Weder sicher noch weiter gespannt werden kann. So gewinnt auch das instrumentale ,System Ostwald-Weder-Jaensch‘ an aktueller Ausstrahlung und Bedeutung. Seine (…) Polychromien begegnen uns (…) vielgestaltig: Farbstufen und -reihen schließen sich zu Monaden und molekularen Clustern zusammen und werden in variierter Wiederholung von Lage-, Proportions-, und Farb-Verschiebungen sowie deren Staffelungen oder Vertauschungen moduliert und fragmentiert. Von Polychromie zu Polychromie erreicht das Spiel von Bewegung und Begegnung der Monaden, Cluster und Synkopen, der Stufungen und Einsprengsel zunehmend ein abgeklärtes Verhältnis von Konsonanz und Dissonanz, Kristallisation und belebender Vibration.“ E. Bendin
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG mit Apero. 25. November 2026 17:00 Uhr
Sammlung Farbenlehre, Zellescher Weg 17, 01069 Dresden, Eckhard Bendin Studio Raum A 015
Auszug aus Flyer der Sammlung Farbenlehre TUD/ Prof. Dr. Ralf Weber/ 26.10.2026
100 Jahre: Walter Russell: The Universal One. New York 1926 I Eckhard Bendin
Der US-amerikanischer Maler, Bildhauer, Architekt, Philosoph und Mystiker Walter RUSSELL (1871 - 1963 ) stellte im Sommer 1926 mit seinem Werk 'The Universal One' den ersten Entwurf seiner Kosmogonie vor (> Lehre vom Aufbau des Universums). Kernpunkt seiner Lehre ist das 'Prinzip des Universalen Einen' als Quelle alles Seienden, bedingt durch Dualitäten (> nach heutigem Verständnis wohl treffender als 'Polaritäten' zu bezeichnen wie z.B. negativ-positiv, aufgeladen-entladen, komprimiert-expandiert, amorph-gestalthaft, hell-dunkel, heiß-kalt u.a.. / Anm. d. Verfassers). Nach Russell haben diese ihren gemeinsamen Ursprung im 'Universalen Einen', das stets Beides umfasst. Sie bedingen sich und halten sich im Gleichgewicht durch "rhytmischen, ausgewogenen Austausch".
Russell sah seine Lebensaufgabe darin, diese These zu veranschaulichen und unter Beweis zu stellen. Seiner Meinung nach gilt in Allem ein einfaches Prinzip, eine 'Goldene Regel' (d.h. eine allgemein geltende Regel des ausgewogenen Austausches), deren Auswirkungen und Anwendungen er für viele Sachgebiete formulierte, z.B. in Physik, Chemie u. Astronomie, Musik, zwischenmenschlichen Beziehungen u. Sexualität oder in Wirtschaft, Politik u. Technik.
Russell legte schließlich auch durch sein späteres Werk 'The Secret of Light' (1947), in dem er sich insbes. den Mysterien Licht und Gravitation zuwandte, eine umfassende Kosmogonie vor und entwickelte auch eine alternative Version des Periodensystems der Elemente. Diie wissenschaftliche Welt ignorierte jedoch den Außenseiter mit wenigen Ausnahmen (z.B. Nikola Tesla). Das Werk Russells geriet nach seinem Tod weitgehend in Vergessenheit und wird erst in jüngerer Zeit wiederentdeckt und gewürdigt.
Quellen:
- The Universal One. Walter Russell 1926
- The Secret of Light. Walter Russell 1947
- https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Russell

Special...
COLOR COMPENDIUM > Red Dot Award Winner 2025 <
2500 years' History of the Development of Color Systems
traced in Color Diagrams
Experimental Book, was printed using the VC 7000
2025 DHW Co.Ltd.
Second Edition (Not for Sale)
Author Kunihiko SUGIYAMA
Supervisor Eckhard BENDIN
Editor Akira KITABATAKE †
Editor, Reviser +Translator Chiaki YAMANE-SAIHOJI
Projekt Manager Hirofumi OGAWA
Contributions RICOH COMPANY LTD, edition bendin, KOLORMONDO
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